Petruskirche in Pritzier
Petruskirche in Pritzier
Die neogotische Kirche in Pritzier ist ein rechteckiger roter Backsteinbau mit Westturm. Das Außenmauerwerk steht auf einem Sockel aus behauenen Granitfindlingen. Alle alten Inneneinbauten wie Stützen, Balken, Treppen sowie die Altarwand sind aus Holz. Da Fäulnis und Schwamm das Holz stark zerstört hatten, sind sämtliche Holzteile liebevoll restauriert ergänzt und erneuert worden.
Alle neuen Einbauten hingegen sind konsequent in Stahl und Glas gestaltet worden. Hierbei kann als besondere Innovation der in den hinteren Kirchenraum aus einer Stahl-Glas- Konstruktion eingestellte Gemeinderaum genannt werden. Die Proportionen wurden aus der vorhandenen Holzteilung hergeleitet. Die aus dem milchig schimmernden Glasflächen zusammengesetzte tonnendachartige Decke verleiht dem Raum die für die Gemeindearbeit notwendige Abgeschiedenheit. Darüber hinaus bietet dieser im Gegensatz zur Gesamtkirche beheizbare Raum der Gemeinde die Möglichkeit, ihn als Winterkirche zu nutzen. Durch die transparente Glaswand ist zudem die Altarwand immer erlebbar. So ergab sich ein traditioneller Kirchenraum in neuer Farbigkeit und ein moderner ganzjährig nutzbarer Gemeinderaum bzw. Eine Winterkirche. Durch Glas-Stahlwände sind auf den Emporen zusätzliche Konfirmanden- und Gemeinderäume abgetrennt worden. Trotz der neuen stählernen Einbauten vermittelt die Kirche dem Besucher den Eindruck als gesamtkirchlich-räumliches Kunstwerk, das seine Spannung aus dem wechselvollen Nebeneinander von historisch überlieferten und modernen Baumaterialien - Holz und Glas/Stahl - erhält.
Am 2. Mai 1993 wurde die Kirche wieder eingeweiht.
Anschrift
Wittenburger Str. 9
19230 Vellahn
Planer
Planer Entwurf
Dieter J. Glienke, Gerhard Hirschfeld, Roland Schulz, Joachim Kühl