Die angestrebte Nutzungsvielfalt diese Projektes und die gelungene Verbindung von Land und Wasser, ihre bauliche Umsetzung stellen den Nutzer in den Mittelpunkt dieser neuentwickelten Parkanlage. Geprägt wird die Anlage durch mehrere neuartige Spielanlagen. Das Projekt zeichnet sich weiterhin durch die Zurückhaltung in der Planung und Ausführung aus, was dem Nutzer die Möglichkeit gibt, sich im Rahmen dieses Naherholungsgebietes frei zu entfalten. Der Einsatz der verwendeten Materialien unterstreicht diesen Planungsansatz.
Räumliche Lage und Ausgangssituation: Das Erholungsgebiet Brodaer Strand liegt südwestlich des Stadtzentrums von Neubrandenburg am Nordufer des Tollensesees. Mächtige Gehölzbestände und offene Wiesenflächen kennzeichneten den Planungsraum. Freizeiteinrichtungen waren kaum vorhanden. Der westliche Uferabschnitt zeigte große Erosionserscheinungen. Planungsziel und Bauabschnitte: Schaffung eines attraktiven Naherholungsraumes für die Neubrandenburger und ihre Gäste. Der Charakter eines naturnahen Badestrandes sollte erhalten bleiben. Die Baumaßnahmen wurden in zwei Bauabschnitten durchgeführt. Der 1. Bauabschnitt am Westufer wurde 1996 realisiert, der 2. Am Nordufer 1997. Gehwege: Die Hauptwege waren vorhanden. Zur Erschließung der Uferzone wurde ein Nebenwegenetz entwickelt, das die verschiedenen Freizeit- und Erholungsbereiche miteinander verbindet. Diese Wege wurden in einem wassergebundenen Wegebelag oder als Granitpflasterweg ausgeführt. Spielanlagen und Freizeitsport: Verschiedene Spielangebote bieten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen attraktive Betätigungsmöglichkeiten. Um die Unverwechselbarkeit des Standortes zu betonen, wurden Spielanlagen eigens für dieses Projekt entwickelt. Neue Spielideen konnten umgesetzt werden. Die Ausführung der Anlagen erfolgte in rustikaler Holzbauweise und liebevoller Detailarbeit durch eine regional ansässige Holzbaufirma. Freizeitsport ist auf mehreren Beach-/Volleyball- und Basketballspielfeldern möglich. Schilfrenaturierung: Die Schilfrenaturierungs- und ingenieur-biologischen Ufersicherungsmaßnahmen schützen das Ufer gegen die fortschreitende Erosion und leisten ufernah einen Verbesserungsbeitrag zur Selbstreinigungskraft des Sees. Steganlagen: Zwei Steganlagen sind Teil der auf ganzjährige Nutzbarkeit ausgelegten Konzeption. Die Stege wurden als Holzkonstruktionen auf Rammpfählen aus Eichen- und Robinienholz errichtet. Bepflanzung: Vorhandene Gehölzbestände wurden in die Planung integriert. Ergänzende Bepflanzungen erfolgten überwiegend mit heimischen, standortgerechten Gehölzarten. Die Uferzone wurde mit Röhricht, Weiden und Erlen bepflanzt.
Anschrift
Tollensesee Neubrandenburg
Planer
Architekturbüro
PLANIVER GmbH (jetzt: Freier Landschaftsarchitekt Frank Zoller) Im Emesgarten 14 66571 Eppelborn http://www.frank-zoller.de