Firma Sanforst Holzveredelung Stavenhagen
Firma Sanforst Holzveredelung Stavenhagen
Für unarchitektonische Gebäude hat der Sprachgebrauch den Begriff “Zweckbau” erfunden, eine nette Umschreibung für die Tatsache, dass sie Atchitektur auf der Strecke bleibt und der Zweck allein erfüllt werden darf.
Der Zweck der Firma Sanforst ist die Veredelung von Holz: Rundhölzer werden angeliefert und verlassen das Gelände als hochwertiges Parkett. Dazwischen liegt ein vorbildlicher Gewerbebau für einen holzverarbeitenden Betrieb. Die Arbeitsplätze sind hell und freundlich, die Gebäudetechnik ist auf dem letzten Stand, die Architektur ist vom städtebaulichen Ansatz als “Umzäunens” bis zur Detaillierung sorgfältig und schlüssig.
Nicht jeder Besucher wird merken, dass die Fassade nach einem musikalischen Lieblingsstück des Bauherrn konzipiert ist; spüren muss man jedoch, dass die Identifikation des Bauherrn mit seinem Werkstoff Holz und dessen Veredelung “artgerecht” von Anfang bis Ende durcgehalten wird und sich schließlich in der Architektur als Imageträger formalisiert.
Das Grundstück für den Neubau das Fa. Sanforst Holzveredelung in Stavenhagen liegt in der typischen Landschaft von Mecklenburg-Vorpommern. Um den Städtebau zu erläutern, ist es wichtig die Landschaft und die Bedeutung des Industriestandortes zu verstehen.
Das Projekt Fa. Sanforst Holzveredelung in Stavenhagen wird als kompaktes Volumen verstanden, welches die Vielzahl der inneren Funktionen zusammenbündelt und eine baukörperliche und betriebliche Einheit darstellt. Es wurde hier versucht dem südlichen Bereich des Industriegebiets Basebohl Gebäudekanten zu geben, die dem Straßenverlauf entsprechen und den Straßenraum fassen. Um die eigentliche Landschaft nicht zu stören oderdiese zu verschönen, wird als Gebäudegefäß ein großes Rechteck ca. 200 x 50 m auf die Landschaft aufgestellt. Das Gebäudegefäß versteht sich als Hülle aus Holz, als Netzwerk und Zaunanlage, an welches im Inneren die verschiedenen Funktionen und Gebäude eingestellt werden. Es entsteht ein wiedererkennbares Motiv, es entsteht Orientierung.
Durch die vorgeschlagene Konzeption und die städtebauliche Einbindung wird eine srake Verzahnung mit dem vorgefundenen Gefüge erreicht. Die Architektursprache ist zerlegbar und wird aus Einzelelementen zusammengesetzt. Diese funktionieren im Gefüge und erzeugen verschiedene Räume, Stimmungen und Orientierungen. Das komplette Projekt wird in allen konstruktiven Bauteilen in Holzbauweise errichtet. Dies betrifft alle Primär- und Sekundärbauteile, sowie die Außen- und Innenverkleidung, mit Ausnahme der transparenten Materialien, wie Glas.
Die Konstruktion wird in den Außenfassaden durch ein engmaschig liegendes Fassadennetzwerk, mit horizontal umlaufenden Holzlamellen in der Holzart Douglasie ummantelt, welches sich homogen über alle Ansichten im Netzwerk, als auch in den Gebäuden durchbildet. Nur durch das Einhüllen, dem Schließen der Fassaden, werden in der Gesamtabwicklung der Fassaden die einzelnen Gebäude sichtbar.
Das wechselseitige, frei erscheinende Einteilen der Fassadenverkleidung mit Douglasieplatten und Glaselementen untersteht einer Ordnungstheorie. Im Bezug zum Bauherrn, wurde nach der Partitur “Dolce Pensiero” aus der Oper Serimaris von Ciocchino Rossino die Partitur codiert und auf die Fassadengestaltung transformiert.
Anschrift
Basepohler Schlag
17153 Stavenhagen
Bauherr
Fa. Sanforst Holzveredelung GmbH Stavenhagen
Planer