Kindertagesstätte "Plappersnut", Wismar
Kindertagesstätte "Plappersnut", Wismar
Beispielhaft an diesem Projekt ist die Verbindung von innovativen energetischen Konzepten und hoher architektonischer Qualität im Umgang mit einem Gebäude, das in Plattenbauweise errichtet worden ist. Die zwei vorhandenen Zeilenbauten der Kindertagesstätte werden über einen verglasten unbeheizten Zwischenraum miteinander verbunden. Es entsteht somit ein Aufenthalts-, Spiel- und Erschließungsbereich, der eine deutliche Verbesserung der Funktionalität der Kindertagesstätte bedeutet. Das gelungene energetische Konzept zeigt sich hier auch in den angenehmen raumklimatischen Bedingungen an warmen sonnigen Sommertagen und an dem geringen Transmissionswärmeverlust in den Wintermonaten. Die architektonische Qualität dieses Zwischenraumes ist an den gut durchdachten Detaillösungen der Stahlglaskonstruktion nachweisbar, wobei die spielerische Anordnung der tragenden Konstruktionen einen Hinweis auf die besondere Nutzung als Kindertagesstätte darstellt. Beispielhaft ist hier der Umgang mit den zum verglasten Zwischenraum hin orientierten Außenwänden der Gebäude: Eine einfache, offene Holzgitterverkleidung gliedert die vorhandenen Fassaden, deren Plattenbauweise bewusst sichtbar bleibt.
Sehr positiv zu bewerten ist der Forschungsaspekt im Rahmen des Demonstrationsbauvorhabens anhand der Verwendung von Vakuum-Dämmpaneelen an den Giebelseiten.
Dieses Projekt zeigt außerdem deutliche Qualitäten in der Verbesserung der Grundrisslösungen. Durch die Entfernung von Innenfluren und die Schaffung von großzügigen repräsentativen Eingangsbereichen wird die Nutzungs- und Aufenthaltsqualität der Kindertagesstätte deutlich verbessert.
Anschrift
Zanderstraße 2
23966 Wismar
Bauherr
Hansestadt Wismar, vertreten durch das Amt für Jugend und Soziales
Planer
Planer Entwurf
Prof. Martin Wollensak
Tragewerksplaner
Ingenieurbüro für Baustatik IPS, Dipl.-Ing. Peter Schenk, Wismar
Fachplaner
Technische Ausführung:
Ingenieurbüro für TGA, Frank Barkowski, Wismar
Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dipl.-Ing. Georg-Wilhelm Mainka, Universität Rostock
Bauwerksdaten
Planungszeitraum
2003 - 2006
Baubeginn
2004
Fertigstellungstermin
2005
Bruttogeschossfläche
3.145 m²
Umbauter Raum
Amtshaus 13.945 m³
Baukosten
1,67 Mio €