Institut für Physik der Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Greifswald
Institut für Physik der Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Greifswald
Das neue Institutsgebäude ist Teil des Campusareals östlich der historischen Innenstadt und schließt dort an andere Neubauten an, die ein offenes mit Grün durchzogenes Stadtquartier bilden. Auf dieses eher indifferente Umfeld gibt das Gebäude mit seiner klar definierten Eingangsfolge: Torbau, Hof und Eingangshalle über alle Geschosse eine einprägsame Antwort. Die Fassaden sind hier gut detailliert und mit den dahinter liegenden Räumen konform, die Stimmung wird dem Gebäudeinhalt gerecht. Die Außenfassade versucht die Ensemblebildung mit den beigefarbenen Klinkerfassaden der Nachbargebäude mittels im Farbton ähnlichem Keramikmaterial herzustellen. Im Inneren der Haupthalle beeindruckt zunächst die eingestellte „Plastik" des kleinen Hörsaals mit seiner ausgezeichnet umgesetzten Sichtbetonfassade, die sich auch im Inneren des Saales überzeugend darstellt. Die weitere Detaillierung der Galerien, ihrer Geländer und Eckausbildungen sowie deren Anschlüsse an die gebäudehohe Sichtbetonscheibe ergeben z. T. eher zufällige Überschneidungen. Insgesamt weist das Gebäude jedoch eine überzeugende Übersichtlichkeit mit fein abgestimmter Akustik auf, das ein Studieren in moderner Architektur angenehm werden lässt. Das ist keineswegs selbstverständlich.
Anschrift
Felix-Hausdorff -Straße 6
Hansestadt Greifswald
Bauherr
BBL M-V
Planer
Tragewerksplaner
Ingenieurbüro für Bauwesen Wetzel & von Seht, Hamburg
Fachplaner
Landschaftsarchitektur:
Irene Lohaus Peter Carl, Hannover
Bauwerksdaten
Planungszeitraum
2002 - 2004
Baubeginn
2005
Fertigstellungstermin
2006
Bruttogeschossfläche
6.963 m²
Umbauter Raum
29.688 m³
Baukosten
12,36 Mio €