Pommersches Landesmuseum Graues Kloster
Pommersches Landesmuseum Graues Kloster
Das zu bewertende Projekt ist der zweite Bauabschnitt einer außerordentlich umfangreichen Umnutzung einer ehemaligen Klosteranlage mit wechselvoller Baugeschichte in den letzten 500 Jahren. Am südöstlichen Rand der Greifswalder Innenstadt gelegen ist jetzt ein bedeutsames Museumsareal entstanden, das von drei Seiten zugänglich ist und neue Außenräume zur Stadt definiert. Schwerpunkte des zweiten Bauabschnittes sind der Umbau des früheren Armenhauses - ein klassizistischer Bau um einen engen Lichthof mit strenger orthogonaler Grundrissstruktur - zu Zentrum des Landesmuseums sowie die neue Verbindung zu der bereits länger fertig gestellten Gemäldegalerie. Auf der Ostseite waren dabei die mittelalterlichen Reste des Klosters zu integrieren. Letztere Aufgabe wird mit einer in der Dimension beeindruckenden gläsernen Halle gelöst, deren Fußbodenniveau leicht variiert und in die mit vielfältigen Details ausgestattete Treppen eingestellt sind. Gelungen fand die Jury den Umgang mit dem ehemaligen Armenhaus, der durch seine eindeutige Klarheit den Kern des alten Gebäudes auf dessen wesentliche Elemente reduziert und dabei atmosphärisch enorm gewinnt - wie Phönix aus der Asche. Die Detailarbeit ist angemessen elegant, wenn auch nicht immer praktisch für die Unterhaltungsarbeiten. Insgesamt stellt diese Museumszone, in der einst so gebeutelten Greifswalder Innenstadt, eine nachhaltige Bereicherung ihres durch alle Zeiten bedeutenden Geisteslebens dar.
Anschrift
Mühlenstraße 15
Hansestadt Greifswald
Bauherr
Stiftung Pommersches Landesmuseum Greifswald
Planer
Bauwerksdaten
Planungszeitraum
1996 - 1998
Baubeginn
2001
Fertigstellungstermin
2005
Bruttogeschossfläche
8.000 m²
Umbauter Raum
32.000 m³
Baukosten
13 Mio €